2.Januar

Falkenstein Überschreitung

Im Landkreis Traunstein steht ein kleines Juwel des Chiemgau. Der Falkenstein mit seinen 1174 Meter Höhe , natürlich nicht der höchste, jedoch mit einem ordentlichen alpinen Charakter. Keine Makierung, kein Schild führt hoch zu dem Gipfel. Trittsicher und Schwindelfreiheit braucht man hier mehr wie bei anderen, höheren Bergen. Der Gipfel, eigentlich sind es zwei sind in leichter, jedoch ausgesetzter Kraxelei zu erreichen. Für die Überschreitung werden knapp 10 Kilometer und 600 Höhenmeter bemessen.


4/5.Januar

Watzmann Mittelspitze 2713 m

Wieder einmal stand ich am Hocheck und sah hinüber über den winterlichen Grat zu Mittelspitze. Schon der Aufstieg zum Vorgipfel war wegen Orkanartigen Sturmböen extrem anstrengend gewesen. Weiter oder Zurück?

Gegen Mittag des Vortrages war ich am Hammerstiel gestartet. Der Weg war bis zur Wetterstation eher gemütlich und fast Schneefrei. Jedoch der Abschnitt von der Falzalm zum Watzmannhaus war wieder sehr anstrengend. Kurz vor der Dämmerung konnte ich mein Nachtbiwak auf 1930 Meter erreichen. Es war ein spartanischer Abend, es gab Nudeln. Gekocht mit Schneewasser, dazu gab es nichts. Nur Nudeln

Schon um 18 Uhr kroch ich in den Schlafsack. Die Kälte hatte stark zugenommen mit Einbruch der Nacht. Schlafen konnte ich lange nicht, das Brausen des Sturms ließ mich oft aufschrecken. Bange Gedanken. War wieder alles umsonst? Muss ich morgen wieder unverrichteter Dinge absteigen?

Irgendwann überkam mich doch der Schlaf.

Der nächste Morgen:

Der Sturm war weg. Um 8 Uhr begann ich mit dem Aufstieg. Aber diesmal war die Schneequalität schlecht. Immer wieder brach ich knietief ein.

Auf einer Höhe kamen auch wieder Sturmböen hinzu. Aber es regnete und schneite nicht. Also weiter. Erstes Etappen Ziel Hocheck.

Das Aufsteigen war sehr anstrengend, da der Wind mich immer von vorne traf.

Rückenwind beim Abstieg

Nach kurzem Zetern am Hocheck wurden die Stöcke gegen den Pickel getauscht. Auf dem Grat hatte ich weniger Wind und eine grandiose Aussicht auf die umliegenden Berge.

Dann Watzmann Nummer 53.

Die Mittelspitze war erreicht. Ich weiß nicht wie spät es war, ich hatte schon lange keinen Blick auf die Uhr geworfen.

Am höchsten Punkt des Watzmanns hielt ich mich nur kurz auf und nun begann der lange Abstieg wieder ins Tal.

Hocheck-Watzmannhaus- Falzalm-Wetterstation-Mitterkaseralm-Stubenalm-Hammerstiel.

#watzmann

#winterbergsteigen

#mittelspitze


28/29.Januar

Am Freitag fuhren Natalie und ich gegen 18.30 Uhr Richtung Oberstdorf.

Unterwegs in Heidenheim gab es Abendverpflegung mit Yufka und Döner. Gegen 22.00 Uhr erreichten wir unseren Nächtigungsplatz in der Nähe von Oberstdorf.

Im Kombi hatten wir es uns in den Schlafsäcken gemütlich gemacht. Mit grausigen Schnaps und dem Film American Sniper ging der Tag weit nach Mitternacht zu Ende.

Am nächsten Morgen, die Nachtruhe wurde frühzeitig dich ein Schneeräumfahrzeug gestört, gab es Frühstück. Cappuccino, Brezeln und Tomatensuppe.

Gegen 9 Uhr wurde gestartet.

Der erste Teil der Tour war ein gemütlicher Wanderweg. Nach etwa drei Kilometer mussten wir den einfachen Weg verlassen und die Richtung Rinalphorn einschlagen.

Schneeschuhe an und nun begann das mühsame Spuren im lockeren Pulverschnee. Ich fand meinen Rhythmus und Schritt für Schritt ging es nach oben.

An einer kleinen Alm machten wir Pause und dazu gab es Tee und Falafel.

Dann mussten wir eine sehr steile Verschneidung nach oben spuren.

Das war extrem anstrengend und durch den Orkanartigen Wind kamen wir nur sehr langsam höher.

Die Zeitangabe von der Alm betrug etwa eine halbe Stunde. Durch die extremen Bedingungen brauchten wir das dreifache an Zeit. Oben am Sattel war nun der Weg zum Gipfel nicht mehr weit, jedoch war der Wind so stark, das er uns vom Grat hätte Fegen können. Deswegen nur kurz am Gipfelkreuz und zurück in die einigermaßen windgeschützte Senke.

Der Abstieg wurde lang und bei Finsternis und schönem Sternenhimmel waren wir wieder am Auto.

#rinalphorn

#allgäu

#schneeschuhwandern

#bergfreunde

#svwontour